Biograpie unseres Namensgebers Theodor-Heuss
Aus der Schulgeschichte der Stadt Deggendorf

 

 

Biograpie unseres Namensgebers Theodor-Heuss

 

1884 31. Januar: Theodor Heuss wird in Brackenheim/Württemberg geboren
1902 - 1905 Studium der Nationalökonomie in München und Berlin
1910 - 1918 Mitglied der "Fortschrittlichen Volkspartei"
1918 Rückkehr nach Berlin. Eintritt in die Deutsche Demokratische Partei (DDP)
1920 - 1933 Dozent an der Hochschule für Politik in Berlin
1924 - 1933 Mitglied des Reichstages
1932 12. Juli: Aberkennung des Reichtagsmandats
1941 Heuss wird fester Mitarbeiter bei der Frankfurter Zeitung, wo er vor allem historische und kulturpolitsche Aufsätze veröffentlicht
1942 Die Nationalsozialisten verbieten den deutschen Zeitungen etwas von Heuss abzudrucken
1945/46 Kulturminister in Württemberg - Baden
1946 Juni: Heuss wird Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung in Württemberg - Baden
1948 Demokratische Partei (FDP). Theodor Heuss wird zum 1.Vorsitzenden gewählt
1949 12. September: Wahl zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland durch die Bundesversammlung
1950 Villa Hammerschmidt in Bonn als Amtssitz
1954 17. Juli: Heuss wird von der Bundesversammlung ohne Gegenkandidat für weitere fünf Jahre als Bundespräsident gewählt
1959 In seiner zehnjährigen Amtszeit hat Heuss der Institution des Bundespräsidenten mit Würde, Persönlichkeit und Geist dazu beigetragen, Vorurteile in der Weltöffentlichkeit gegen die Deutschen abzubauen
1963 Theodor Heuss stirbt im Alter von 79 Jahren in Stuttgart
 

 

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Aus der Schulgeschichte der Stadt Deggendorf

Jubiläen sind immer ein Anlass, Rückschau zu halten auf Jahre und Geschehnisse, die Geschichte geworden sind. Im Jahre 1996 feierte die Hauptschule Theodor Heuss ihr 25-jähriges Gründungsfest. Ein modern konzipierter Schulkomplex  war im Jahre 1971 am Pandurenweg seiner Bestimmung übergeben worden. Deggendorf hat damals und heute keine Kosten gescheut, um die Entwicklung zu der Schulstadt voranzutreiben, die wir heute schätzen. Mit dem Bau weiterführender Schulen wurde dieser Weg konsequent fortgesetzt und schließlich mit der Errichtung der Fachhochschule ausgezeichnet.

 

Die Hauptschule Theodor Heuss liegt im Kulturviertel unserer Stadt, in der Nähe des Museums, des Kapuzinerstadels, des Handwerksmuseums und der Bibliothek in der Rosengasse.

Schon einmal, vor fast genau 100 Jahren, war das Gelände am Fuß des Klosterberges für einen Schulbau in Erwägung gezogen worden. Der Münchner Architekt Johann Baptist Schott hatte sich durch eine Vielzahl von Kirchen- und Schulbauten in Niederbayern einen so guten Ruf erworben, dass der Deggendorfer Magistrat und Bürgermeister Kinskofer ihn beauftragten, den "höcht bußwürdigen Zuständen" im Deggendorfer Schulwesen ein Ende zu bereiten. Eine Knabenschule sollte Schott planen, die dem Rang einer aufstrebenden Stadt entspräche.

 

Dabei sollte diese Schule "eben und trocken, hochgelegen, ferne von Wirtschaften und Kegelbahnen etc. und verkehrsreichen Plätzen und Straßen gelegen sein". Die Kommission erwog damals unter anderem auch die Standorte neben dem Kapuzinerstadel und dem Kochlöffel-Anwesen. Auf letzterem steht heute die Hauptschule Theodor Heuss. Man kann die "Alte Knabenschule" und die Schulen am Pandurenweg nicht vergleichen, aber man muss feststellen, dass beide Baumaßnahmen mit Umsicht geplant und von der Stadt Deggendorf mit großem Aufwand realisiert wurden. Damals, vor der Jahrhundertwende, wie Anfang der 70er Jahre waren die politisch Verantwortlichen in besonderer Weise bemüht, der Jugend Bildungsstätten zu geben, die zeitgemäß und zukunftsweisend waren.

 

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